Freitag, 20. Oktober 2017

Mit rauchenden Schuhen durch Gaudís Barcelona...

Endlich hat es aufgehört zu regnen. Und wir konnten unsere Barcelona Tour fortsetzen. Heute ging es in den Norden der Stadt, diesmal zu Fuß. Wir liefen über den Stadtteil Sant Pere. Hier war es weniger touristisch und es war ein schöner Spaziergang entlang der vielen Alleen, die als Fußgängerzonen angelegt waren.
Man rüstet sich. 

Triumphbogen 













Am Triumphbogen machten wir erstmal Pause mit einem leckeren Café con Leche. Es ist fantastisch einfach auf den vielen Plätzen zu sitzen und das bunte Treiben zu beobachten.

Mercat de Encants 


Torre Agbar 


Der Weg führte weiter nach Norden und wir entdeckten den Mercat del Encants, der größte und bekannteste Flohmarkt Barcelonas. Schon alleine die Dachkonstruktion und der einmalige Ausblick auf den Torre Agbar sind grandios. Hier gibt es neben Trödel auch herrliche Stoffe und Kleidung zu kaufen. Viele Touristen scheinen nicht den Weg hier her zu finden.
Monumental Bull Ring 

Sagrada Familia 



Der Torre Agbar ist ein Bürokomplex und mit 142 m das höchste Gebäude Barcelonas, bis die Sagrada Familia in 1000 Jahren fertig gestellt ist. Und genau dort hin gingen wir weiter, zu Gaudís unvollendetem Meisterwerk, welches durch Eintrittsgelder und anonyme Spenden seit dem Tod des Künstlers weiter gebaut wird. Ein gewaltiges und abstraktes Bauwerk.




Auch richtig interessant sind die vielen Straßenverkäufer, die vor Sehenswürdigkeiten stehen und ihre Souvenirs verkaufen wollen. Natürlich bezahlen die keine Standgebühr und Touristen bezahlen 50€ Strafe, wenn sie beim Kauf erwischt werden. So mahnen zumindest Schilder. Amüsant wird es, wenn ein Pfiff durch die Menge geht und schnell die Auslagen in Rucksäcken verschwindet. Die Polizei scheint im Anmarsch zu sein.
Ponte de Mühlberg 



Park Güell 

Wir stiegen hoch nach Can Baro', was 250m über dem Meeresspiegel liegt. Es war schon ein gewaltiger Marsch bergauf. Aber die Aussicht, vor allem von der Brücke (Pont de Mühlberg), war gewaltig. Sie ist direkt in die Felsen gebaut, ist ca. 70 Meter hoch und die lockeren Holzbohlen machten mir sehr viel Mut darüber zu laufen.




Weiter ging es Richtung Westen in den Park Güell. Hier wimmelte es natürlich von Menschen. Ein weiteres unvollendetes Meisterwerk Gaudís. Besonders schön ist der Eingangsbereich mit den Zuckergusstürmen und der großen Freitreppe.


Es war schon später Nachmittag und nun hieß es zurück ins Zentrum. Immer bergab gingen wir zur Avinguda Catedral wo heute ein großer Food und Wine Market von regionalen Anbietern stattfand. Nach 33.500 Schritten (ca. 25 km) mit 250 m Höhenunterschied beendeten wir unseren Tag mit einem Bier auf der Rambla.

Le Catedral 

Donnerstag, 19. Oktober 2017

It's a rainy day...

Der Morgen hat begonnen, wie der Abend endete: strömender Dauerregen. Wir nutzen einen regenfreien Moment um zum Plaça de Catalunya zu laufen und dort in den Bus einzusteigen, der uns in die nördlichen Stadtteile Barcelonas führte. Kaum saßen wir drin schüttete es weiter.
Sagrada Familia 

Serrano Angebot im Supermarkt 

Eigentlich hatten wir vor an der Sagrada Familia und im Park Güell zu halten. Aber man konnte keinen Fuß ins Freie setzen. So bleiben wir im Bus und erkundeten mit dem Audioguide die Umgebung. An Fotos schießen war jedoch wegen dem Regen nicht zu denken. Schade! 
Plaça de Espanya 

Botero Katze 

Wir fuhren durch Bonanova. Die Gegend ist gesäumt von Privatschulen und Privatkliniken. Vor den olympischen Spielen war dies die bessere Wohngegend, weil Barcelona als die Stadt galt, die vom Meer abgewandt liegt. Das Meer diente einzig und allein der Fischerei und spielte für die Einwohner keine Rolle bis man im Zuge der Spiele Fördergelder für die Erschließung nutzte.
Casa Bruno Cuadros 

Catalunya Caixa 

Am Plaça de Espanya stiegen wir aus und rannten durch die gefluteten Straßen in die alte Stierkampfarena, welche zu einem Einkaufszentrum mit Aussichtsterrasse umgebaut wurde. Katalonien hatte vor Jahren den Stierkampf verboten, während die Regierung Spaniens das Gesetz wieder kippte. Die Uneinigkeit ist auch da wieder spürbar.
verbarrikadierte Polizeiwache 

Plaça de Catalunya 

Die Stadt versank noch mehr im Regen. So traten wir den Rückweg an und waren erstmal 3 Stunden in unserem Zimmer "gefangen". Der Wetterbericht stimmte zum Glück und so konnten wir uns abends wieder raus trauen. Auf nach El Born, das hippe kreative Viertel mit kleinen Geschäften, die allerhand selbstgemachte Kleidung verkaufen und kleinen Kneipen, wo Leute ewig Schlange stehen vor der Eröffnung nach der Zeit der Siesta.
Hafen 


Danach stiegen wir nochmal in den Bus und fuhren Richtung Plaça de Catalunya. Auffällig war schon die enorme Präsenz der Polizei heute. Die Hauptpolizeiwache Spaniens war komplett mit Absperrzäunen verbarrikadiert. Hatte man Angst vor einem Angriff? Prinzipiell muss man sagen, dass man hier wenig von den derzeitigen Spannungen mitbekommt.

Plaça Reial 

Unser letzter Weg führte zum Hafen. Mit einem San Miguel schauten wir den riesigen Fähren beim Auslaufen zu, während die Stadt am Abend erneut erwachte. 

Mittwoch, 18. Oktober 2017

Mit Sangria über den Dächern der Stadt...

Superstau
Heute Morgen waren wir wie immer zeitig munter. Der erste Weg führte raus auf den Plaça Reial. Es war bereits 7:30 Uhr und noch stockfinster. Überall wurde geputzt, Müll aufgelesen und Tische gerückt. Nebenbei rannten dubiose Menschen rum, die einem Gras verkaufen wollten.

Wie sollen die so laufen können? 

alte Stierkampfarena 

Ich habe mich zu einer Citybus Tour überreden lassen, was ich eigentlich nicht mag, weil ich lieber laufe. Aber ehrlich: es ist jetzt nicht schlecht. Man kann sehr gut Fotos machen. Das einzige Problem war Barcelonas Superstau. Aufgrund der Demonstrationen für oder gegen Kataloniens Unabhängigkeit war die große Avinguda Diagonal dicht und alles schlängelte sich durch die Seitenstraßen.
Casa Batllo 

Catalunya Museum of Art 

Trotzdem konnte man sich einen Überblick über den Stadtkern verschaffen. In 2,5 h waren wir eine Runde rum und stiegen im Stadtteil Exaimple aus. Dies ist eigentlich eine Planstadt. Erstellt auf einem Reißbrett, wo alle Straßen gleich verlaufen. Dennoch ist es kein Vergleich zu Plattenbauanlagen, wie man sie bei uns kennt. Jedes Haus ist doch individuell und findet seinen Ursprung oft im Jugendstil wieder.


Als nächstes besuchten wir den Mercat del Ninot, eine moderne Markthalle im Industrielstil.Nach einer Mittagspause stiegen wir wieder in den Doppeldeckerbus und fuhren weiter zum Plaça de Espanya. Von dort gelangt man hinauf auf den Mountjuic. Übrigens ist die Stadt so behindertenfreundlich. Nicht mal hier gibt es Probleme. Man fährt einfach mit der Rolltreppe die Stufen nach oben.

Kolumbus Denkmal 


Es ist schon ein tolles Ensemble: im Norden die alte Stierkampfarena, dann der Plaça de Espanya, die venizianischen Türme, der magische Brunnen und ganz oben das katalanische Kunstmuseum. Das alles ergibt einen 1km lange Linie. Oben angekommen hat man einen wahnsinnig schönen Ausblick auf Barcelona und ein eisgekühlter Sangria macht diesen Moment noch fantastischer.

Sagrada Familia 

Unser Weg führte zur Seilbahn des Mountjuic zum Schloss hinauf. Die Aussicht von oben wurde immer besser und das Meer mit dem riesigen Kreuzfahrthafen erstreckte sich vor uns. Hinunter ging es zu Fuß. Wir stiegen in den nächsten Bus und fuhren am Strand entlang in das alte Arbeiterviertel El Poblenou. Im Zuge der olympischen Spiele wurde der Stadtteil komplett modernisiert und ist mit seiner Lage direkt am Meer ein beliebter aber teurer Wohnort Barcelonas. 


Den Abend verbrachten wir in einer Bar bei Tapas und Paella, während die Stadt kurzzeitig im Regen versank.
Castle Mountjuic 



Gesamtzahl der Seitenaufrufe