Sonntag, 21. Juli 2013

Reisen ist die Sehnsucht nach dem Leben und aller Abschied schwer...


Lippo Center

Heute ist unser letzter Tag in Hongkong. Wie werden wir die Ruhe unserer Heimat genießen, aber mit Sehnsucht an diese Reise zurück denken.

Bank of China























The Peak
Heute Morgen ging es auf den Hausberg von Hongkongs Innenstadt, dem Victoria Peak mit 552 Meter Höhe. Dort hin wird man mit einer alten Schweizer Standseilbahn von 1888 gebracht. Hier oben wohnen die reichsten Bewohner von Hongkong.












Graham Street
Wieder mal alles auf Touristen ausgelegt, haben wir uns nur an der wundervollen Aussicht auf Hongkong und die Wolkenkratzer erfreut. Selbst eine Kugel Eis hat hier ein wahnsinnigen Preis von 3,50€.



















Wieder unten im Finanzviertel angekommen, haben wir einen Spaziergang entlang den Wolkenkratzern gemacht und sind auf die ein oder andere alte Marktstraße gestoßen, die bereits über 150 Jahre bestehen. Fleisch und Fisch liegt dort bei 30 Grad den ganzen Tag aus und wird von Einheimischen natürlich auch gekauft.








chinesisches Spielzeug





Im alten Teil von Hongkong Island fahren die nostalgischen Straßenbahnen auf den Gleisen von 1922. Diese Doppeldeckerbahnen sind fast einmalig auf der Welt.




















Besonders sehenswert ist der Western Market im Stadtteil Sheung Wan, welcher der älteste Markt von Hongkong ist und 1906 erbaut wurde. In dem roten Backsteingebäude gibt es noch traditionelle chinesische Schneider, deren Handwerk vom Aussterben bedroht ist.









Bubble Tea



Am Terminal nach Macau, hatte man eine grandiose Aussicht auf die Skyline von Kowloon und die Tragflächenboote, die in 1,5h mit rasender Geschwindigkeit in das zweite Sonderverwaltungsgebiet, nach Macau, fuhren. Leider haben wir dies auf unserer Reise nicht mehr geschafft. Um Hongkong in vollem Umfang zu sehen, müsste man wohl mehrere Wochen hier verbringen.














alte Tram

Western Market
Auf dem Rückweg in unseren alten Stadtteil standen wir ewig mit dem Bus im Stau. Es ist Sonntag und  die Straßen noch voller wie sonst. Vor allem um Mongkok dem Gewirr aus Märkten und Garküchen. Hier kommt man keinen Schritt mehr vorwärts. Auch die Parks sind alle stark besiedelt, vornehmlich von den vielen Philippinischen Haushaltshilfen reicher Hongkonger, die am Sonntag ihren freien Tag haben.







Für uns hießt es jetzt noch einmal gemütlich essen gehen. Aber nicht Chinesisch. Die Geschmacksnerven sehnen sich nach etwas anderem und können Reis und Ente wahrhaftig nicht mehr ertragen.













Schnellboote nach Macau
Sachen sind gepackt. 12 Kilo waren es, zwei Rucksäcken verteilt, auf dem Hinweg. Ich denke, wir haben unser Gepäck mindestens verdoppelt und wohl auch unser Gewicht.












Ladys Market

Hongkonger Feuerwehr
4.30 Uhr fährt unser Shuttlebus zum Flughafen und dann werden wir hoffentlich, ohne Komplikationen in Peking, gegen 18 Uhr in Berlin landen.



Samstag, 20. Juli 2013

Besuch der schönsten Stadt in Hongkong und nass bis auf die...



Der Morgen begann pünktlich um 8 Uhr, denn der Jetlag hat sich nun verzogen und so hellhörig wie die Zimmer sind, konnte man hören, was kreischende Chinesen im Nachbarzimmer redeten. Nach einem Frühstück stand heute eine weite Fahrt Richtung Norden an.











Vogelgrippe ??? - der zuckte noch
Als erstes besuchten wir den Tai Po Waterfront Park. Das ist ein 22 Hektar großer Park am Meer. Sehr schön angelegt mit verschiedenen Themenbereichen: Palmen-, Kräuter-, Kamelien- und Feigengarten. Außerdem gab es hier einen 30 Meter hohen Aussichtsturm.









Kaum oben angekommen hat uns wieder unser täglicher Begleiter besucht – der Regen. Aber zu dem Zeitpunkt wussten wir nicht, dass es noch schlimmer kommt. Dank unserer neuen Bustaktik sind auch alle Sehenswürdigkeiten jetzt prima erreichbar und zu finden.



So sind wir mit dem Minibus weiter gefahren Richtung SaiKung. Selbst das Umsteigen und die richtige Haltestelle, bei Bedarfshalt, zu finden ist kein Problem Dank dem Samsung Tablet. Wenn man das hier nicht hätte, wäre man aufgeschmissen.











In Sai Kung, hoch im Norden von Hongkong, nur noch 20km zur Grenze nach China entfernt, haben wir unseren Ort zum Bleiben gefunden. Ein Kleinod in dem Sonderverwaltungsgebiet. Sai Kung hat ca. 14.000 Einwohner und die Region ist die am wenigsten besiedelte von Hongkong.










Obwohl die Stadt sehr viel besucht war, fühlte man sich auf Anhieb wohl. Die Strandpromenade mit Stegen, weit ins Wasser reichend. Von Booten aus wurden allerlei Meerestiere verkauft. Es war sehr quirlig dort, aber nicht so laut und hektisch wie im großen Hongkong. 










Und das Beste: die Gastfreundschaft. Wenn man sich in der Hongkong, was komisches zu Essen auf den Straßenständen anguckt oder etwas nicht kauft wird man gleich unhöflich behandelt, weggejagt oder gar beleidigt. Hier war alles anders. Die Menschen freundlich und herzlich.









Elefantenrüsselmuscheln
Als wir beim Essen saßen, mitten zwischen Einheimischen, wurde uns ständig Jasmintee nachgeschenkt (Wasser oder Tee bekommt man übrigens immer zum Essen dazu). Als es wieder in Strömen regnete bat uns niemand von der Terrasse zu gehen und endlich auszutrinken, wie wir es auch schon erlebten.













Auf dem Markt sind wir mit einer älteren Frau und deren Familie ins Gespräch gekommen, die ein paar Obst- und Gemüseplantagen hat. Prompt durften wir Hongkong Bananen, eingelegte Früchte und Pflaumenessig kosten.


















Scheidenmuscheln
Überall war es möglich Fotos zu machen. Auf Märkten und in Restaurants wird das nämlich normalerweise gar nicht gern gesehen. Naja, bei der gefälschten Ware sieht man es ja ein, aber bei Lebensmitteln?!
Die komplette Promenade bestand aus Fischrestaurants. In Behältern wurden Langusten, Pfeilschwanzkrebse, Schnecken, Hummer, Scheiden-muscheln, Elefantenrüsselmuscheln usw. frisch und lebendig gelagert. Man konnte sich draußen aussuchen, was man möchte und dann wurde es zubereitet.



die suchten ein zu Hause





Ganz besonders war auch das große zweistöckige Marktgebäude mit Fisch, Fleisch, Gemüse und Obst. Sehr sehenswert und interessant, bei einem unwiderstehlichem Geruch, der in den Hallen lag – nach Fisch.
Von Sai Kung aus wollten wir wandern gehen und mit dem Bus in den Hoi Wan Marine Park fahren. Das ist einer der vier Meeresschutzparks um Hongkong, die zur Erhaltung der Korallenarten angelegt oder eingegrenzt wurden. Keine Menschenseele, nur Natur und Wasser.









Wir stiegen in den Bus und fuhren eine halbe Stunde nördlich. Dort angekommen mitten im Nirgendwo brach der Himmel erneut, aber mit so einer massiven Auswirkung, über uns zusammen. Regen, Regen, Regen und Massen und diesmal ohne Ende. Kein Schutz weit und breit. Eine halbe Stunde später kam erst der nächste Bus und wir standen mitten in der Wildnis und waren komplett durch. Sehr, sehr schade – hätten uns so gerne den Park angeguckt und in den Korallen geschnorchelt.







Das Schlimme war, dass es noch 40km und 1,5h in hochklimatisierten, öffentlichen Verkehrsmitteln waren, bis wir endlich klitsche nass in unserem Hotel ankamen. Nach einer Dusche war unser Wohlbefinden schon wesentlich besser. Bin ich froh, dass ich eine Wäscheleine an Board habe.





Freitag, 19. Juli 2013

Chinesischer Massentourismus oder: das Saint Tropez von Hongkong



Ob wir uns das richtig überlegt haben, was wir uns heute vorgenommen haben? Sicher nicht, denn erst jetzt am Abend sind wir schlauer. Obwohl ich alles schon in Orlando in den Universal Studios durchgemacht habe, haben ich mich erneut wegen kleinen, knuffigen Tieren erweichen lassen.










Wir waren im Ocean Park, der siebtgrößte Freizeitpark von Asien. Aber eigentlich nur aus einem Grund: Pandabären. Leider ist die Anzahl dieser Tiere, Dank der steigenden chinesischen Bevölkerung und der damit vernichteten Bambuswäldern, auf 1600 gesunken. Und 10% davon leben derzeit in Reservaten in China. In Europa gibt es gerade einmal 4 Zoos mit Pandabären: Edinburgh, Madrid, Wien und Beauval in Frankreich. Dafür hat es sich gelohnt die Strapazen auf uns zu nehmen.



An der Metrostation angekommen und am liebsten schon wieder umgedreht. Dort sollten die Busse zum Park abfahren. Menschen, Menschen, Menschen. Ein Bus nach dem anderen karrte die 7 Millionen Besucher/jährlich da hin. Am Eingang haben wir wirklich überlegt umzudrehen. Aber die Bärchen….nach einer halben Stunde hatten wir dann auch endlich unsere Eintrittskarten.






Der Park ist wirklich sehr schön angelegt. Wie der Name schon sagt dreht sich alles um den Ozean. Hier gibt es ein riesiges Aquarium mit riesiger Unterwasserkuppel, Nord- und Südpol mit Unterwasserobservatorium und die Gehege seltener chinesischer Tiere. Außerdem ein paar Achterbahnen.



Tausende kreischende, chinesische Kinder mit ihren Eltern, welche Stimmlage wohl auch noch zu Hause in unseren Ohren säuselt. Wir hatten nur ein Ziel: Das Pandahaus. Und dort haben wir dann auch fast eine Stunde verbracht, weil es draußen wieder, wie aus Kannen schüttete. Es ist schon ziemlich traurig die Bärchen in diesem „Terrarium“ zu sehen, aber wenn sie doch in freier Wildbahn sterben?! Zumindest setzt sich der Park auch sehr stark für die Erhaltung und Züchtung der Tiere ein. 


Irgendwelche Attraktionen, wie Achterbahnen konnte man sich sparen. 45min auf engsten Raum, bei 30 Grad anstehen war nicht drin. Was noch ganz schön war, dass der Park in zwei Teile geteilt ist. Lowland befindet sich unten und mit der Seilbahn ging es auf den Berg nach Highland. Von hier oben hatte man eine tolle Aussicht übers Meer und die vielen kleinen Inseln.






Nach 2h haben wir uns mit großer Vorfreude auf Ruhe vom Ocean Park verabschiedet und auf gings, diesmal mit dem Taxi, nach Stanley. Das sollte eine kleine Stadt mit gute Fischrestaurants und toller Strandpromenade sein. Mmmmhh…außer Fisch und Chips war nichts zu finden. Dafür unzählige Schickimicki Lokale und die high Society auf der Promenade. Hier wohnen also die Reichen und machen Urlaub. Ist ja auch ein schöner Ort mit malerischer Bucht. Aber nichts für uns. 













Fern ab der Promenade haben wir uns wieder in ein einfaches, plastebestuhltes Lokal gesetzt, wo man besser die Küche nicht sehen sollte. Da fühlt man sich doch wohl. Wantan-Suppe und Milchtee statt Champagner und Langusten. Ich staune so und so, dass wir bei den hygienischen Bedingungen nicht schon Magen-Darm-Schwierigkeiten haben. Aber anscheinend halten wir was aus. Man darf nur nicht hingucken.






Nach dem Essen haben wir eine Weg durch die Hänge entlang der Bucht gefunden, wo ein Schlangen-Warnungsschild hang. Wie Indianer Jones ging es los auf die Suche nach der grünen Mamba. Aber außer einer riesigen Ameise und einem kleinen, roten „Drachen“ haben wir nichts gefunden. Dafür aber Ruhe, grandiose Ausblicke und ganz viel Natur am Rande des hektischen Hongkongs.







Nach einer kurzen Pause im Hotel sind wir abends wieder los getobt, um vielleicht das eine oder andere Schnäppchen zu machen. Und da war er wieder der böse, fiese Regen. Nass von oben bis unten: draußen 30 Grad und jeder Eingang klimatisiert. Überall wo man rein kommt friert es einen. Staune, dass wir noch nicht krank sind.










Umso mehr freut man sich auf die Dusche im Hotel, welche übrigens auch sehr abenteuerlich ist. Sie hängt genau zwischen WC und Waschbecken mit keinem Abstand zu einander. Das heißt auf der Toilette sitzen, duschen und Zähne putzen ist in einem Abwasch möglich. Kostet schon ziemlich Überwindung beim ersten Mal.

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