Montag, 30. Juni 2014

In Gedanken an die heimischen Bisons.....

Gestern haben wir uns noch kurzerhand dazu entschlossen den Yellowstone Park bei Sonnenuntergang zu besichtigen und sind noch mal abends für eine Stunde los gemacht. Die Blechlawine schlängelte sich aus dem Park heraus und mit uns hinein fuhr kaum jemand. Die Sonne scheint und tauchte Alles in ein spektakuläres Licht. Das war nun endlich der Nationalpark, den wir uns erhofft haben. In der Ferne tappte sogar ein Bison auf die Lichtung und die Wapitis trauen sich an den Straßenrand.

Artist Point Pots 




Irgenwie ging es uns heute nicht so gut. Kopfschmerzen und extrem schlapp. Ob das vielleicht an der Höhe liegt schließlich befinden wir uns schon eine ganze Zeit auf über 2500 Höhenmetern.











der Yellowstone Canyon
Der Regen hatte sich über Nacht verzogen und heute strahlte der Yellowstone in seinem vollen Glanz. Wie wir gestern auch noch erfuhren, dass die Tiere bei Regen kaum zu sehen sind, sollte heute alles ganz anders werden. Überall trafen wir auf Bisons an der Straße, als Einzelgänger oder ganze Herden auf den Wiesen.







Lower Falls


Roaring Mountain
Wir fuhren die nördliche Schleife und hielten bei einigen Geysieren, Schwefelbecken und Wasserfällen. Am beeindruckensten war der Canyon, aufgrund seiner Tiefe nicht umsonst der kleine Grand Canon genannt. Hier oben sollte man schwindelfrei sein, um in das tiefe Tal zu gucken. Mitten in ihm nisteten Greifvögel auf einem Felsvorsprung.

Horst

Bison Herde


Gibbon Falls
Der Tag hätte schöner nicht sein können, bis wir uns mittags überlegten eines der Besucherzentrum zu besuchen. Wir waren nur 10 Minuten weg, kamen wieder und trauten unseren Augen nicht. Eine Medizinball große Beule in unserem guten Wagen. Nur, wie kam sie da rein? Wir haben hier noch nie Unfälle gesehen, weil jeder soooooo Viel Platz hat und das nächste Auto stand so versetzt, dass es hätte gar nicht unseres beschädigen können.

Ich fragte eine Familie mit Kindern, die davor sahsen, ob sich was gesehen haben. Die Eltern nicht, aber die kleine Tochter hat gesehen, wie eine dicke Amerikanerin gestolpert ist und es sich in unserer Fahrertür bequem gemacht hat. Oh man....so viel zu Burgern und Co. Wir sind dann mit dem Mädchen rein gegangen um die Frau zu suchen, aber Fehlanzeige. Weg! Die Beule wurde so gut wie möglich entdellt und sieht nun aus, als hätte jemand seine Tür zu weit aufgerissen.

Wir waren satt und haben uns deswegen 1,5 h in westliche Richtung begegeben, zum Parkausgang. Unsere heutige Unterkunft hatten wir in Gardinen, ein kleiner Ort am Rand des Yellowstone Parks. Nun sitzen wir bei 22 Grad vor unserer  Hütte und genießen die Stille.



Sonntag, 29. Juni 2014

In der Heimat von Yogi Bär oder wie zerstört man sich einen Nationalpark...

Teton Nationalpark 
Heute morgen sind wir voller Vorfreude in Jackson gestartet um erst den Grand Teton Nationalpark und dann Yellowstone zu besuchen.








Jenny Lake 

Bärenspuren













Kepler Cascades




Am Vormittag war auch noch alles bestens. Wir zogen am 3000m hohen Gletschermassiv vorbei, das Wetter war ok, die Luft klar und Wapitis bzw. Bergantilopen kreuzten unsere Wege.






Bergantilopen

Wapiti Kuh mit Jungem 

Jackson Lake 
Aber um so später es wurde, begann die anfängliche Euphorie ein jähes Ende zu nehmen. Die Parkstraße glich bei massivem Regen und 7 Grad, einem Highway der Großstädte der Welt. Eine rasende Blechlawine schob sich voran. Menschen, Menschen, Menschen.



Oxbow Bend



Kein Wunder das man kaum ein Tier zu Gesicht bekommt. Ich würde auch im Wald verschwinden. Und da sagte man später zu uns, dass das längst noch nicht alles sei und die Saison noch beginne. Ein Hoch auf den ältesten Nationalpark. Eine Schande! Aber leider waren wir ein Teil davon. Wenn man sich hier nicht bald etwas überlegt, wird es dem einstigen Paradies eine Plattenhaussiedlung mit kochenden Quellen und Blech soweit das Auge reicht.

Ist das noch normal??? 

Schwarzbär
Nichts desto trotz ist die Landschaft einmalig. Sprudelnde Tümpel, spuckende Geysire, riesige Gletscher, Flüsse und dieses satte Grün. Was wir am Morgen auch noch nicht für möglich gehalten haben, geschah ganz nah an einer Einfahrt vom Parkway. Ein Bär! Erst dachte ich ein Grizzly wegen der braunen Farbe, aber dafür war er viel zu klein.

Wapiti 
















West Thumb Geyser
Glück mit ca. 500 Anderen hatten wir beim Geysir Old Faithful, der genau bei unserer Ankunft eruptierte.









Old Faithful 














Jetzt sind wir in dem kleinen Ort West Yellowstone und genießen die Ruhe.















Das gehörte zu einem Bison


Samstag, 28. Juni 2014

Geisterstädte und Cowboys

Hier dürfen auch Hunde Auto fahren

Heute sind wir aufgebrochen in den Südwesten von Montana, über Idaho und Wyoming.















Erstes Ziel waren Geisterstädte Nevada City und Virginia City. In Zeiten des Goldrausch komplett bewohnt, dienen die alten Häuser jetzt einem Freilichtmuseum.








Auf unser weiteren Fahrt trafen wir auf Kojoten und Berggazellen, die leider viel zu schnell die Straße überquerten.









Ein weiterer Höhepunkt waren die Mesa Falls. Hier schießt der Snake River seine Wassermassen hinunter. Mitten in der Wildnis hatte man Zugang dazu.







Als wir die Grenze zu Wyoming passierten, säumten riesige Bär Warnungsschilder die Straße. Aber es wird sicher ziemlich schwierig hier überhaupt einen zu Gesicht zu bekommen. Zu viele Menschen und Autos, die die Nationalparks befahren.








Unser vorletztes Ziel war der Grand Teton Nationalpark. Bis auf 2500m schlängelte sich die Passstraße. Und ein Blick auf das Tal von Jackson Hole lässt erahnen, was uns die nächsten Tage erwartet.











Den Abend verbrachten wir in der historischen Cowboy Stadt Jackson, die für meinen Geschmack etwas zu touristisch ist.













Freitag, 27. Juni 2014

Ich glaub mich knutscht ein Elch oder der Feind im eigenen Land....

Nach dieser wundervollen Nacht in unserer Blockhütte und der grenzenlosen Natur des Lolo Forest begaben wir uns auf den Weg in Richtung Montana.





















Immer entlang des Lolo River bei feucht-nebligen Wetter war der Morgen schon grandios. Aber noch besser wurde es, als ich im Auto einen Schreianfall bekam: "Ein Elch !!!!!!!" Vollbremsung, Rückwärtsgang und los. Die Lady wanderte durch die saftigen grünen Wiesen und ließ sich von uns nicht stören. Glücklich !

















Unsere erstes Ziel, nach dem Weg - der unserer eigentliches Ziel ist, war Missoula und die Sportsbar Paradies Falls, denn es ist FIFA WM. Man hatte ja gehofft, dass wenigstens ein paar Mitstreiter in der Bar sitzen, aber nein, alles US Amerikaner. Wir hatten kurz überlegt, ob man sich bei einem Tor freuen soll. Man weiß ja nie, wer seine Pumpgun hier einstecken hatte. Nach mehreren Litern Coke Light und Kaffee haben wir es geschafft. Sieg ! Alle um uns herum schauten traurig und enttäuscht. Wir haben aber erstmal abgeklatscht und uns schnell verzogen.




War natürlich alles nur Spaß. Wer ein Problem mit den USA hat, sollte es vielleicht mit der Regierung haben, aber nicht mit der Bevölkerung. So wie ich auch bereits bei meinen letzten Aufenthalten erleben durfte, herrscht hier eine Gastfreundschaft, die wenig auf dieser Welt zu finden ist. Vor allem wir Deutschen kommen hier bei jeder Gelegenheit ins Gespräch oder werden angesprochen. Man mag uns !















Nachdem wir immer noch im Jubeltaumel über den Sieg waren mussten wir aber nun endlich weiter Richtung Westen, denn Fußball war bei der Streckenplanung eigentlich nicht einkalkuliert. Nach 2 Stunden erreichten wir den Lost Creek State Park. Wie idyllisch es hier war, eingebettet in Felsen, Nadelbäumen und Wasserfällen. Wiedermal waren wir auf der Suche nach den Zotteltieren, aber erneut Fehlanzeige. Obwohl wir uns mitten in "Bear County" befinden, zumindest besagen das die Warntafeln.

Am späten Nachmittag, in Butte - Montana, angekommen, gingen wir wieder unserem Hobby nach: Outdoor Läden durchstöbern und natürlich alles für einen Appel und ein Ei einkaufen. Dabei fiel uns auf, dass unsere Größen nur 1 bis 2x im Regal hängen und XXL bzw. XXXL nehmen das gesamte Sortiment ein. Ja, ist das ein Wunder ? Die Esskultur hängt uns jetzt schon aus den Ohren raus. Burger und Co. sind für uns fast Graupeneintopf mit Innereien.

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