Donnerstag, 10. Juli 2014

Schlaflos in Seattle....

Monorail 
Nein, schlaflos waren wir nicht. Sondern schon sehr gespannt auf Seattle, wo es heute hin ging. Da wir ja am Flughafen wohnen, sind wir mit der Light Rail ca. 45 min in die Stadt gefahren.







EMP Museum 

Space Needle



Von der Endstation sind wir mit der Monorail, einer Einschienenbahn auf Stelzen, weiter zu dem Wahrzeichen der Stadt gefahren: Space Needle. Mit 184 Metern eigentlich nicht hoch, dafür ist die Auffahrt mit den Außenfahrstühlen  schon sehr abenteuerlich.
















Baseball Stadien 
Seattle ist eigentlich keine große Stadt, wie man es von Weltmetropolen erwartet. Es sind gar nur 3 Millioneneinwohner im Großraum Seattle. Und das macht diesen Stadt am Pazifik auch zu etwas besonderem. Ähnlich wie Vancouver, auf der anderen Seite des Puget Sounds, ist sie lebendig - quirlig und so gemütlich. Ein Ort zum Bleiben.



Als nächstes besuchten wir eine zweite große Attraktion der Stadt, den Pike Public Market. Eines der tollsten Orte der City. Über mehrere Straßen ziehen sich Marktstände, Imbisse, Fischtheken, Blumen, Obst und allerhand Kulinarisches. Hier ist was los, hier trifft man sich.




Museum of Art 
Auf unserem weiteren Weg kamen wir an alten Lagerhäusern mit Feuerleitern vorbei und an jeder Ecke gab es wieder neue Dinge zu entdecken. Unsere Mittagspause verbrachten wir in Chinatown, in einer wirklich skurrilen, schmierigen Bar zum Fußball gucken (Niederlande - Argentinien). Aber es was cool. Da waren mindestens 10 Nationen vertreten und jeder sprach in einer anderen Sprache.














Chihuly Garden of Glass

Und wie das nun mal in einer großen amerikanischen Stadt ist, trifft man auch auf die verrücktesten Menschen, die man je gesehen hat. Aber auch wieder einmal viele von Drogen gezeichnet.






Nun sind wir am Packen. Morgen geht's leider wieder nach Hause. 

Mittwoch, 9. Juli 2014

Ein Tag, der in die Geschichte eingeht und Besuch eines Weltkonzerns ...

Heute hatten wir uns vorgenommen das Boeing Werk hier in Everett zu besichtigen. Es ist das größte der drei Werke der USA. Um 09.30 Uhr begann unsere Boeing Factory Tour.






Die Werkshalle ist so groß wie das Disneyland und damit die größte ihrer Art. Hier gibt es 11 Restaurants, 8 Coffee Shops und über 500 Fahrräder für die 42.000 Angestellten alleine in diesem Standort. Es ist wie eine Stadt, in der Stadt.

Auf der Tour durften wir sogar in zwei Hanger auf eines Aussichtsbalkon. Dort wurde die große Boeing 747 und der neue Dreamliner gefertigt. Eine Lufthansa Maschine stand auch in einer anderen Halle. Leider war fotografieren strengstens untersagt.



Wahnsinn wie viele einzelne Schritte nötig sind so ein Gesamtwert zu erbauen. Jeder Mitarbeiter hat hier eine andere kleine Aufgabe zu erfüllen und alles ist so riesig. Der Deckenkran fasst 40 Tonnen Gewicht um Teile, wie die Flügel zu montieren. Kein Wunder das hier über 300 Millionen Dollar nötig sind so eine Maschine zu erwerben.

Skyline Seattle
Nach dem interessanten Vormittag haben wir uns wieder in eine Sportsbar verzogen. Halbfinale stand ja heute auf dem Plan. Es waren wieder einige US Amerikaner mit Deutschlandtrikot da und wenige Brasilianer, die nach wenigen Minuten das Weite suchten. Was für ein Spiel !



Mount Rainier....stolz thront er über der Stadt 

Das Ziel einer langen Reise. 
Gegen 15 Uhr haben wir uns auf den Weg nach SeaTac gemacht, um unser Auto abzugeben. Um Seattle war ziemlicher Stau, so dass wir ewig gebraucht haben. Dank einer erneuten Planänderung haben wir es uns gespart vom Parkhaus noch den ganzen Weg in die Stadt zu nehmen (1h Bahn fahren). So wohnen wir fast am Flughafen und können morgen mit der Bahn in die Stadt. Und die 800m Fußmarsch, bergauf, bei 30 Grad und 25kg auf dem Rücken waren verschmerzbar.

Dienstag, 8. Juli 2014

Shopping Tour oder umso städtischer umso erbärmlicher ....

Heute sind wir 50 km weiter Richtung Seattle gefahren und haben uns mal das Premium Outlet angeguckt. Na gut, nicht nur geguckt, auch gekauft.

Es gab schon allerhand günstige Sachen, aber mit den Malls in Florida nicht zu vergleichen. Niedlich war wieder mal der Disney Store. Wir haben den Laden mit dem magischen Buch eröffnet und ein Schlüsselband bekommen.

Nach anstrengenden 3 Stunden ging es etwas weiter südlicher und da war er: der größte, megamäßigste Outdoor Store, den wir jemals gesehen haben. Auf einer Fläche von 2x Marktkauf hang jedes Tier als Trophäen an den Wänden bzw. nachgestellt in natürlicher Umgebung als Ladendeko, die es hier in der Gegend zu finden gibt. Von Elchen, Bighornschafen, Wapitis usw. Selbst Orcas in Originalgröße hangen an der Decke, aber natürlich keine echten.




Zumindest war der Laden der Hammer. Alles was man in der Wildnis und zum Jagen braucht, kann man hier kaufen. Und apropos jagen, das Waffenarsenal. Hier waren die Knarren nicht wie in den anderen Läden hinter einem Tresen oder in einer Glasvitrine, hier konnte man die Pumpgun sogar in der Hand halten.

Jedes SEK würde wahrscheinlich blass werden, wenn sie diese Ausrüstung hätten: Sturmgewehre, Pumpguns, halbautomatische Waffen, Handfeuerwaffen, Gewehre, Pistolen, Scharfschützengewehre und und und. Kein Wunder, dass die Selbstmord- und Kriminalitätsrate so enorm hoch ist. Waffen bekommt man hier wie Brötchen beim Bäcker.

Sehr gruselig und wenn wir gerade beim Thema sind. Umso weiter wir Richtung Seattle kommen, um so mehr sieht man auch das Elend US amerikanischer Großstädte. Drogenabhängige, Bettler, Obdachlose und viele andere, denen der amerikanische Traum nicht geglückt ist.

Montag, 7. Juli 2014

Auf hoher See unter Freunden....

Nach einer angenehmen Nacht in unserer rustikalen Holzhütte, hatten wir den Vormittag Zeit zum Entspannen. Denn erst 10.30 Uhr machten wir uns auf den Weg zum Hafen, wo unser Schnellboot wartete.





Um 11 Uhr ging es nämlich auf Wal Expedition mit einem Zodiak. Ein Gummiboot, welches TOP Geschwindigkeiten auf dem Meer zurücklegen kann. Dazu bekommt man auch einen speziellen Schutzanzug, weil die Temperaturen auf dem Meer und mit dem Fahrtwind ca. 15 Grad sinken können. Und man war auch froh diese zu tragen, obwohl man aussah wie ein Michelin Männchen.

Langsam tuckerten wir aus dem Hafenbecken in Richtung der vorgelagerten Inseln. Als erstes sahen wir Weißkopfseeadler am Ufer in den Bäumen sitzen. Majestätisch ! Weiter draußen waren kleine Inseln übersät mit Seelöwen und Robben.
Nun war es soweit: unser erster Orca. Entlang der Küstenlinie waren aufeinmal zwei Weibchen zu sehen, die an einer der vielen Inseln vorbei schwammen.

Unser Interesse galt aber den Orcas, die weit draußen auf dem Meer in einer Dreiergruppe unterwegs waren. Stolz schwammen die Bullen mit ihren 1,5 m langen Rückenflossen nebeneinander her. In nur etwa 10 Meter Entfernung tauchte der Wal "Cappuchino", wie er genannt wird, vor unserem Boot auf.




Die hier immer lebenden Orca lassen sich sehr leicht an der Färbung und der Maserung ihrer Rückenflosse voneinander unterscheiden und bekommen deshalb auch einen Namen zur Identifikation.






Wieder mal ein tolles Erlebnis ! Das nächste Erlebnis war nun weniger toll. Wie wir gestern Abend bereits beschlossen haben, wollten wir die Insel nun heute schon verlassen. Wir suchten die Wildnis und haben die Highsociety gefunden. Nichts wie weg !





Doch leider hatten dies einige vor. Die Fähren fahren zwar alle 1-2 Stunden, aber als wir 13.45 Uhr an den Anleger kamen, gab man uns ein Ticket für 18.30 Uhr. Na hier war ja wenigstens was los, dass man sich die Zeit etwas vertreiben konnte.

Sonntag, 6. Juli 2014

Shutter Island....

Heute sind wir gegen 7:00 Uhr aufgebrochen in Richtung Pazifik. Zuerst passierten wir Wintrop, ein kleinen Ort, der das Cowboy Herz höher schlagen lässt. Alle Gebäude sehen aus wie aus einem Western und nicht etwa für Touristen. Nein, man lebt hier so.





Als nächstes durchquerten wir den North Cascades Nationalpark. Der Ross Lake zeigte sich heute mit der türkisen Farbe von seiner schönsten Seite.

























In einer kleinen Stadt auf dem Highway war ein Kettensägen Wettkampf. Hier wurden auf Zeit Figuren geschnitzt. Sehr interessant, wie filigran man mit diesen großen Dingen umgehen kann.






Gegen 13 Uhr sind wir am Fährterminal in Anacordes angekommen. Um 14 Uhr war Abfahrt nach San Juan Island, eine kleine Insel im Pazifik zwischen der USA und Kanada. Unterwegs tummelten sich Robben im Wasser.





Auf der Insel angekommen, gefiel uns so gar nicht recht was wir vorfanden. Zu viele Menschen, keine Gemütlichkeit und unsere Unterkunft gleicht auch eher einer Jugendherberge. Mal sehen, ob wir nicht vielleicht schon zeitiger wieder abreisen.







Samstag, 5. Juli 2014

4th of July - Independence Day und auch für uns ein Grund zum Feiern ....

Heute sind wir wieder sehr zeitig los gemacht. Denn Fußball stand auf dem Programm. Als erstes fuhren wir aber noch nach Spokane, zum Riverfront Park und schauten uns die Wasserfälle mitten in der Stadt an.





Die Gegend war etwas verrucht mit alten Warenhäusern und einem Parkplatz auf dem überall Bierflaschen lagen (Alkohol ist hier in der Öffentlichkeit verboten) und genau hier tummelten sich kleine Wesen und bauten unterirdische Gänge  - kleine Murmltiere, Squirrels oder was auch immer, mitten in der Stadt.

Wasserfälle von Spokane 
Nun war es kurz vor 9.00 Uhr Ortszeit und wir mussten uns beeilen, die vorher ausgekundschafte Sportsbar zu finden. Auf dem Weg dort hin sahen wir was ziemlich Gruseliges. Ein Typ, lethargischer Blick, Baseballcap auf, schmächtig und irgendwie unheimlich ging in einem Wohngebiet lang und was trug er an seinem Gürtel ? Ein Halfter mit einer dicken, schwarzen Magnum drin.

Die Sportsbar "Swinging Doors" war Hammer. Ich werde wohl in Zukunft auch sowas bei uns einrichten. Aber mir wurde schnell wieder der Wind aus den Segeln genommen, damit das ich dann wohl den ganzen Expert an TV Geräten leer kaufen müsste. Da hängen mind. 50 Fernseher, die größten 55 Zoll.

Mädels aus Seattle im Deutschland Trikot
Umso genialer war unser Viertelfinale gegen Frankreich. Bis auf zwei Typen mit französischem Trikot waren nur US Amerikaner in der Bar. Und was passierte bei dem Siegtor ? Applaus im ganzen Laden ! Es war wie eine große Gemeinschaft, die UNS zujubeln.



Wenig später kamen noch zwei Mädels aus Seattle mit Deutschland Trikots. Dieses Gefühl von Gemeinschaft und Offenheit wird mir zu Hause wieder sehr fehlen. Wir müssen erst eine Fußball WM gut spielen, bevor die Nationalfahnen rausgeholt werden. Und hier ? Es gilt das Miteinander und die Gemeinschaftlichkeit. Davon durften wir auf unserer Reise so viel erfahren. Bei uns muss man ja froh sein, wenn wenigstens die Verkäuferin im Supermarkt nett zu einem ist.

Unendlichkeit
Nach unserem Sieg gegen Frankreich führte uns unser Weg durch karges Weideland, 3 Stunden in östliche Richtung, zurück nach Washington. Unterwegs besuchten wir den Coulee Damm, eine der größten Staumauern der Welt mit 168 Metern Höhe.

















Coulee Damm

Columbia River 
Unser Ziel war das Okanagan Vallesy, welches den selben Namen auf der anderen Seite der Landesgrenze (Kanada) hat. Hier am Columbia River haben sich viele mexikanische Immigranten niedergelassen und man könnte, auch aufgrund der Hitze, annehmen en paar 100 Meilen südlicher zu sein.


Unsere Nacht verbringen wir in dem kleinen Ferienort Pateros mit Zimmerausblick direkt auf den Fluss, der hier mehr die Gestalt eines Sees hat. Heute ist Independence Day und die USA feiert ihr Unabhängigkeit. Überall sind Paraden und Feste, von denen wir aber nichts weiter mitbekommen haben, weil wir heute in einer ruhigen Gegend unterwegs waren. Aber Feuerwerke sind überall zu sehen. 

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