Freitag, 31. Juli 2015

Ein Tag zum Relaxen.....

Oriental Village 


Heute war erstmal schön ausschlafen angesagt. Trotzdem musste mich der Wecker wecken. Man ist hier immer viel zu lange munter. Nach einem guten einheimischen Frühstück haben wir uns in ein Taxi gesetzt und sind 30 min in den Norden der Insel gefahren.



Lotusblume








Es regnete und bloß gut, dass es das tat. Denn unser Ziel war das Oriental Village. Hier fährt eine Seilbahn auf den höchsten Punkt der Insel. Da es tröpfelte waren nur wenige Leute da. Als die Sonne raus kam stand man Schlange. Die Fahrt ging über eine ziemlich lange Strecke mindestens 100 m über dem Dschungel. Wir haben sogar Nashornvögel gesehen. Zumindest haben wir uns das eingebildet.




Hier ist wieder mal alles auf den Tourismus ausgelegt. Und zu allem Überfluss ist man gerade dabei eine Achterbahn auf die Bergspitze zu bauen. Das Highlight für uns war jedoch die Sky Bridge. Eine frei hängende Brücke, die 2 Berggipfel miteinander verbindet. Ein paar Meter bin ich gegangen, aber dann hat mich mein Mut verlassen, als es anfing zu schwingen. In meiner Evolution sind nämlich dir Flügel an mir vorbei gegangen und die großen Lücken am Rand und zwischen dem schmalen Gehweg waren auch nicht gerade beruhigend.


Später kam und eine malaiische Familie entgegen und plötzlich waren wir die Hauptattraktion des Parks. Hat die Tochter uns nicht allen Ernstes gefragt,  ob sie ein Foto mit uns haben kann? Wir waren so frei. Mich würden sehr die Erzählungen zu diesem Foto interessieren, die sie in ihrer Heimat bei Freunden macht. Auf die Frage, warum sie ein Foto mit uns haben will, ob es ist weil wir schön blass sind, kam keine Antwort.

Skybridge 










Zurück von unserem Trip war erstmal Mittagessen angesagt. Da ich merkte, dass schon wieder irgendwas mit meiner Karte nicht stimmte, musste ich anschließend gleich nochmal zur Bank.  Wieder mal ist die Karte gesperrt, weil man wohl nicht dachte, dass ich in Malaysia bin.





Nach 50€ Telefonkosten und Konferenzgesprächen zwischen Skype und normalem Telefon, in der Heimat,  konnte ich nun endlich alles klären und sagen, dass ich das selbst war. Nun bin ich zwar trotzdem meine Karte los, aber bloß gut gibt es ja noch andere Zahlungsmittel.






untypisch - Dosengemüse




Nachmittags waren wir immer Wasser bis uns Schwimmhäute wuchsen. Es war sehr interessant die fremde Kultur beim Baden in voller Bekleidung zu beobachten und dann wieder, wahrscheinlich Europäer, die sich einbilden in Tanga Bikini, in einen Islam geprägten Land, bauchwärts am Strand zu liegen. Respektlos!






Abends schlenderten wir noch durch die Geschäfte und sahsen am Strand mit billigen Getränken aus dem Duty free Laden. Morgen geht's nun nachmittags weiter mit dem Nachtbus an die Ostküste der Hauptinsel Malaysias. 

Donnerstag, 30. Juli 2015

Angriff der Affen.....


Heute Morgen ging es auf Tour durch die Mangroven des nördlichen Inselteils. 45 min ging es mit dem Minibus durch die ruhige Inseln. Dort stiegen wir in kleine Boote über. Langkawis Nordosten besteht aus vielen kleinen, dicht mit Regenwald bewachsenen Inseln, den Kilim Geopark, den die UNESCO ebenso unter Schutz gestellt hat.








Mangroven 

Man könnte meinen, das Ecosystem ist hier sehr unberührt und viele Arten von Tieren finden hier ihre Heimat. Doch genau mit so einer Tour, wie wir sie gemacht haben, wird hier einiges zerstört (wussten wir vorher nicht so genau).








Seeadler 






Wir fuhren entlang der Wasserstraßen und bald tauchten Seeadler am Himmel auf -  mitten in den Mangroven. Leider wurden diese von anderen Booten mit Hühnerhaut gefüttert. Klar ist es schön anzusehen, wenn die Adler im Sturzflug nach unten gehen, aber was hat das mit unberührter Natur zu tun?


Langschwanzmakake
Auf dem weiteren Weg kamen wir an Dschungel vorbei, der voll besetzt mit Affen war - sogar kleine Babyaffen. Und weil es nicht reicht, dir Tiere vom Wasser aus zu beobachten fuhr der Bootsführer direkt an die Mangroven. Die sprangen sofort aufs Boot, weil sie ja wie immer etwas zu essen bekamen und mit Obst gefüttert wurden.
Als nächstes steuerten wir etwas an, was als schwimmende Fischfarm deklariert war. Das waren schwimmende Häuser, die schwimmende Fischbasis mit sich führten. Die Fische waren nicht zur Zucht, sondern zur Belustigung der Leute. Kugelfische wurden aus dem Wasser geholt und kopfüber gehalten, dass sie sich aufpusten und ihre kugelige Form annehmen. Rochen wurden mit kleinen Fischen gelockt, dass sie ihr Maul zeigten.


Man kann davon halten was man will. Der letzte Stop war die Fledermaushöhle. Hier musste man zu Fuß durch die Stalagtiten wandern, tief in der dunkle Höhle. An der Decke hangen hunderte Fledermäuse. Schon ziemlich beängstigend. Aber Ende der Höhle sahsen wieder Affen. Gill lief vor mir und aufeinmal setze der größte Affe zum Sprung an und landete auf ihrem Rucksack. Der durchkämte die Seitentasche und wurde fündig nach einer Tüte Chips. Und so schnell er da war, war er wieder weg und aß genüsslich.

Kugelfisch




Die lebensmüden und total trottligen Leute haben die Affen mit Eistee gelockt, bis er die Flasche aus der Hand gerissen hat. Nein, man kann den Affen dann nicht seinen Tee trinken lassen, nein man versucht ihm die Flasche wieder wegzunehmen. Wie blöd. Er zeigte natürlich gleich Zähne. Schon mal was von Tollwut und anderen schönen Krankheiten gehört? Naja, wenigstens sichern mir solche Unterbelichteten meinen Arbeitsplatz.




Kurz bevor wir uns Boot zurück stiegen, machten wir noch eine besondere Entdeckung. Eine Schlange hatte sich eben im Baum gehäutet und hing nun in ihrer prachtvollen grünen Farbe vor und auf einem Ast. Es soll wohl auch eine gefährliche gewesen sein.






Fledermäuse 



















Zurück in Cenang hatte ich erstmal andere Probleme. Ich mußte es organisieren irgendwie effektiv weiter zu reisen und nicht 2 Tage nur unterwegs zu sein ohne wirklich etwas zu sehen. Ich entschied mich meinen Flug an die Ostküste nicht komplett anzusteuern sondern an meinem Zwischenstopp in Kuala Lumpur aufzusteigen und den nächsten Tag nur 5h an die Ostküste zu fahren, wo die Fähre nach Tioman Island ablegt. Bloß was mach ich morgen Nachmittag weit ab von Kuala Lumpur? Doch alles kam noch anders.









Wasserbüffel 

Nachtmarkt 

Abends verabredeten wir uns für den Nachtmarkt im Ort. Da gab es Gegrilltes, Frittiertes und andere komische und auch köstliche Sachen. Wir haben uns eingedeckt und an der angrenzenden Wiese ein Picknick gemacht. Manches war absolut nicht für unsere Gaumen bestimmt.





Würste aus Hähnchen oder Fisch 
Den Abend verbrachten wir bei Sonnenuntergang wieder in einer Strandbar und tranken auf unsere wahrscheinlich letzte Begegnung hier in Malaysia. Aber alles kam anders.... Die Mädels suchten noch einen Transportweg auf eine andere Insel der Ostküste und siehe da, ein Reisebüro bietet meine Insel als Nachtbus an. Ich trete den Flug nicht an morgen. Kann noch eine Nacht hier bleiben und bin pünktlich für meine Strandhütte auf Tioman Island. Transport zur Fähre aufs Festland, Fähre selbst und die 10h Busfahrt für gerade mal 36€.

Mittwoch, 29. Juli 2015

Alte Freunde im Paradies...


Heute war zeitiges Aufstehen angesagt. Die Fähre sollte 08:15 abfahren. Und bloß gut, bin ich schon 06:45 Uhr auferstanden, denn der Morgen gestaltete sich ziemlich kompliziert und zeitaufwendig. Erst kam ewig kein Taxi und selbst als ich eins bestellen ließ, dauerte es noch ewig. Dann kam ich am Terminal an und musste wieder zurück zu einem Gebäude außerhalb um mir dort meine Fahrkarte zu holen. Dann war ich beim Schiff, musste ich zurück einen Boarding Pass besorgen. Ziemlich komplizierter Ablauf hier.








meine Fähre 


Das Schiff war leider keine Fähre in dem Sinne, sondern ein großes Schnellboot, in dem man Sitzplätze wie im Bus hatte und auch dort bleiben musste. Es gab kein Deck, die Fenster waren beschlagen und damit gab es keine Möglichkeit irgendwelche Fotos zu machen oder etwas zu sehen. Schade, ich hatte doch auf Delphine gehofft.




Einmal bekam dir Fähre so einen großen Drall, dass unsanft aus dem Schlaf geholt wurde. Aber wir waren nach 3 h Fahrt fast da - auf Langkawi. Das ist ein Atoll mit 99 Inseln. Auf der Hauptinsel bin ich nun angekommen. Am Terminal wurde man von zig Taxi Fahrern belagert, aber ich wollte noch die große Adler Statue anschauen, die die Menschen auf der Insel begrüßt.



Blick aus meinem Bungalow 









Irgendwie wird das hier immer wärmer und nach wenigen Schritten mit meinem 12 kg Rucksack war ich schon wieder durch. Schnell in ein klimatisiertes Taxi gestiegen und los 15 km in nordöstliche Richtung nach Cenang. So eine Taxifahrt fungiert meist auch dazu viel über Land und Leute zu erfahren, weil man ja Zeit hat, sich zu unterhalten.



Strand vor meiner Haustür 
So weiß ich jetzt, dass Langkawi 100.000 Einwohner hat oder das hier ganze Häuser nur 100€ Miete pro Monat kosten. Leider müssen die Menschen hier dafür fast jeden Tag 10h arbeiten und stecken alles in ihre Kindererziehung. Mein Fahrer hatte 6 Kinder und war nicht älter wie ich. Frauen gehen hier selten arbeiten, weil keine Zeit dafür bleibt.


Wir fuhren entlang der Küste und dann waren wir da, direkt am türkisfarbenen Meer. Ich habe einen Bungalow für 4 Personen nur 10m vom Strand entfernt. Angekommen ist hieß es erstmal Sachen aus und ins Wasser. Eine Abkühlung ist trotzdem kaum möglich. Überall rasen Jetskis umher und Parasailer fliegen durch die Luft. Morgen werde ich wohl auch dort oben sein.


Den Nachmittag hab ich mit Shopping verbracht. Langkawi ist eine Freihandelszone. Das heißt, einkaufen ohne Steuern. Wenn man Platz hätte im Rucksack wäre das ja auch so toll. Es gibt schöne Holzarbeiten. Aber wohin damit. Wer möchte kann sich hier mit allem eindecken: Schokolade, Alkohol, Souvenirs, Zigaretten für 4 € die Stange, Trockenfrüchte und - Fisch und Klamotten, die im Gegensatz zu denen der Straßenhändler auch echt sind.

eingedeckt 

Als ich zurück war, holte ich mir hier erstmal ein Fahrrad und wollte den Linksverkehr testen. Aber weit bin ich nicht gekommen. Nicht weil das Fahrrad kaputt war sondern weil mich jemand von der anderen Straßenseite rief. Die Mädels sind nach Langkawi gekommen. Die Emails haben mich nicht erreicht und so trifft man sich, über 300km weiter auf einer Insel. Was für eine Freude. Da sind wir erstmal was essen gegangen.





Und das in einem Islam geprägten Land? 

Meine 6km Radtour habe ich dann fortgesetzt. An den Linksverkehr gewöhnt man sich ziemlich schnell und eigentlich ist es überhaupt kein Problem. Ich muss morgen mal auf den Flughafen. Schade, dass man für die Motorroller einen Motorrad Führerschein braucht. Sonst hätte ich mir da eins ausgeliehen. So fahr ich morgen die 10 km mit Fahrrad. Ich will nämlich meine Tour umplanen. Vielleicht noch einen Tag mehr hier und dann nicht ganz so weit in den Nordosten fliegen. Mal schauen ob es so klappt.

Mein Fahrrad... 









Als ich zurück war, lockte mich nochmal der Ozean. Ach ist das schön. Raus aus dem Zimmer, rein ins Wasser. Hier merkt man erst richtig die fremde Kultur. Man wird ganz schön blöd angeschaut, weil selbst die meisten Kerle mindestens mit T-Shirts, wenn nicht auch mit langen Hosen ins Wasser gehen.





Jenne auf Tour 




Was war das für ein genialer Abend. Am Strand, auf Bambusmatten, kleiner Holztisch mit Kerze, Reggae Musik, Vollmond, Blitze in der Ferne, Feuerfackeln und gute Cocktails. Ach,  und nicht zu vergessen die Flughunde, die durch die Lüfte sausten. Jetzt wird es Zeit fürs Bett. Morgen geht's auf Mangroven Tour.

Dienstag, 28. Juli 2015

Von wilden Tieren und heiligen Priestern...


Gewürzgarten
Was passiert, wenn man jeden Tag nachts Krach hatte, sich am Tag bei der Hitze sehr anstrengend und nicht vor 23 Uhr ins Bett geht und nun so ein tolles, kühles Zimmer hat ? Richtig, man schläft aus. Das ausschlafen bei mir Frühaufsteher gleich 10 Uhr geworden ist, hatte ich so nicht erwartet. Nun schnell los, Penang wartet.





Bambus
Mitbringsel - Muskatnuss 


Ich nahm die lokale Buslinie ca. 45 min in westliche Richtung zum Tropical Spice Garden, der Gewürzgarten von der Insel. Fahrt mal bei 34 Grad 45 min mit dem Bus und ihr dürft nichts trinken. Das ist hier nämlich verboten. Und da ich mir aus Unwissenheit in Dubai mit meiner Strafe die Nase gewischt habe, musste ich durchhalten.












Penang Nationalpark 


In der Umgebung findet man immer wieder Geschäfte mit Brautmoden. Gestern habe ich eine Hochzeit gesehen. Hier heiratet man in türkis. Sah das Kleid toll aus.











Der Gewürzgarten war sehr interessant und dank meines Studentenausweises auch günstiger. Für malaiische Preise mit 6€ ziemlich teuer. Neben Kräutern, Gewürzen etc. hab es hier einen Bambusgarten und weitere tropische Pflanzen. Der Park war besiedelt von Arabern. Und im kleinen Laden haben die sich komplett eingedeckt. Warum? Bei denen gibt es doch alles vor der Haustür?


Ich fuhr mit dem Bus weiter ein paar Kilometer zum Penang Nationalpark. Hier musste man sich registrieren, wahrscheinlich das man nicht verloren geht. Das Permit für den Park war umsonst. So ging ich los, den ausgeschrieben Pfad, erfreute mich der Landschaft und auf einmal, wie aus dem Nichts schoss er aus dem Wald. Eine ca. 1,5 m große Echse stellte sich mir in den Weg. Bin ich erschrocken. Aber die scheinen harmlos zu sein.









Es war wie im Paradies. Tropische Vegetation, das türkisfarbene Meer, Palmen, der Strand, kleine Squirrels, Echsen und Schlammspringer. Was war das erste, was man machen musste? Schuhe aus und ins Wasser. Badewannentemperatur! Ach, war das schön! So setzte ich mich eine Weile auf die Steine und beobachtete die Schlammspringer, wie sie ständig von der Brandung weggespült wurden. Etwas so irreales und trotzdem magisches hat es, dann noch den Klängen der entfernten Moscheen zu lauschen am Mittag. Die stehen hier z.B. auch auf Stelzen, wenn sie am Meer erbaut sind.

Kek Lok Si Tempel 
Nachmittags fuhr ich mit dem Bus wieder zurück nach Georgetown, wechselte die Linie und fuhr ins Landesinnere, zum Kek Lok Si Tempel. Dort angekommen traute ich meinen Augen nicht. Was ist das? Es war kein Tempel, es war eine Festung. Ich habe nichts Schöneres in meinem Leben gesehen (ich denke da an Bauwerke). Da waren zig Pagoden, Wohnhäuser der Mönche, Gebetsräume usw. und das alles war am Hang entlang gebaut.




Viele Stufen musste man erklimmen. Die Aussicht von oben auf Georgetown war überwältigend. Ein Ort der Ruhe zwischen kehrenden Mönchen, Vogelgezwitscher und Räucherstäbchen.  Leider versinkt hier ringsherum alles im Müll. Aber so ist es überall in Malaysia, wenn man aus der Stadt herauskommt.























Zur letzten Pagode und der Statur, die ca. 10 m hoch war, konnte man sogar mit einer Standseilbahn fahren. Der Portier holte jedesmal Raumdeo raus, wenn wieder jemand ausstieg und neue Passagiere hochfahren wollen. Dort oben verbrachte ich eine lange Zeit, bis ich wieder zurück ins Hostel fuhr.













Nach einer kleinen Pause ging es wieder ins Hawker Center zum Abendbrot. Morgen fahre ich mit einem mir hier, noch unbekannten Transportmittel - mit der Fähre 3h auf die Insel Langkawi direkt ans Meer.
















Gesamtzahl der Seitenaufrufe