Freitag, 7. August 2015

Um Haaresbreite... Der Chaostag!


Das war ein Chaos heute früh am Busterminal. 100 Menschen, 10 Busse, die alle gleich aussehen. Man sagte mir Ich soll nach der Busnummer gucken. Welche Nummer? Da waren nirgends welche. Ah, die Nummernschilder. Gut, Bus gefunden. Dort angekommen ging mein Vertrauen den Bach hinunter. Nur eine Gepäckklappe ging auf und die Tür für die Passagiere gar nicht. Der Busfahrer hat seine eigene. So verbrachten sie ewig damit die Tür zu reparieren. Das funktionierte natürlich nicht. So konnten wir nur einsteigen, wenn jemand die Tür hielt.

Die Grenzen waren voll bis oben hin. Auf der Verbindungsbrücke nach Malaysia staute es sich bis Singapur zurück. Das waren ca. 5 km. Und alles voll mit Bussen. Die angegebene Fahrzeit nach Melakka sollte 3h sein. Selbst in 5 h hast du auch ohne Stau keine Chance. Ich rechne damit nicht vor 15 Uhr da zu sein. Schnell merkte ich, dass auch dieser Plan nicht mehr einzuhalten ist. Wir brauchten nur für die paar Kilometer über 2,5 h!!!

ein riesiger Hafen 











Um 14 Uhr waren wir endlich an der Grenze. Jemand meinte, dass in Singapur ein verlängertes arbeitsfreies Wochenende ist und deshalb alle ausreisen, um in Malaysia Urlaub zu machen. Wir sollten noch 3 h bis Melakka brauchen. Das wird nichts mehr mit Stadtbesichtigung und sogar noch echt knapp den Bus zum Airport zu bekommen.

streng bewacht, die Grenze 














Und ehe die an der Grenze alle wieder herzu kommen. Natürlich kamen 4 nicht zurück, weil sie erst in Ruhe am Kiosk einkaufen wollten. Man, ich verpasse meinen Bus! Um 14.30 Uhr sind wir endlich in Johor Bharu losgekommen. Nach einer Stunde Fahrt machten wir schon wieder Pause. Es waren noch 1 1/2 h bis mein Bus fuhr. Wir erwartet schaffte ich ihn nicht, auch nicht den nächsten. So bin ich 1,5 h zu spät gewesen und habe für eine 3h Strecke 10 h gebraucht.

In Melakka angekommen, was übrigens eine schöne Stadt ist, die ich mir sehr gern angeguckt hätte, blieb mir nur eine Möglichkeit überhaupt mein Flugzeug zu bekommen. Ich sprang in ein Taxi, ließ mich zum Busbahnhof bringen und suchte mir ein Express Taxi,  was mich für 50€ im Eiltempo nach Kuala Lumpur in 2h zum Flughafen brachte.

Ich bin so froh jetzt hier am Flughafen zu sein und endlich nach Hause zu kommen. 

Donnerstag, 6. August 2015

Von chinesischer Medizin und prachtvollen Gärten...


Tag 2 in Singapur. Als erstes machte ich mich wieder auf den Weg ans Wasser. Am Parlament und am Gericht war ein riesiger Platz mit Tribünen und Technik aufgebaut. Dies ist eigens für die große Jubiläumsparade am Sonntag aufgebaut. Hunderte Soldaten Soldaten probten schon für Ihren großen Einmarsch. Am Sonntag sind selbst alle Verkehrsmittel umsonst. Überall hängen Fahnen und man findet das Logo "SG 50"



















Platz der Parade Sonntag 
Ein kleines Paradies mitten in Singapur ist der Gardens by the Bay. Diese Gartenanlage hat mit ihren riesigen Gewächshäusern schon sämtliche Preise in der Welt abgeräumt. Auf mehr als 100 Hektar gibt es z. B. einen chinesischen, malaiischen oder indischen Garten. Die Hauptattraktion sind aber der Spaziergang in den futuristischen Blumen oder die zwei riesigen Glashäuser mit einem 35m hohem Wasserfall darin. Als Singapur dann im Regen versank wars Zeit zu gehen.

Hier werden Stockschläge verteilt -  das oberste Gericht 
Hä? Wie spielt man hier? 


















Sie sind überall, die Deutschen. 
Nachmittags bin ich in Chinatown auf und ab gelaufen um die letzten Dollar auszugeben. Hier gibt's wirklich allen Mist. Irgendwann habe ich mich dann mal in solch einen Medizinladen getraut. Iiiihhh! Hörner in Gläsern. Das ist nur ein Beispiel mit was Chinesen der modernen Medizin trotzen.















Sah aus als wäre es 100 Jahre alt. 

















Bay Sands von innen

Abends musste ich dann das letzte Mal Rucksack packen und versuchen alles unter zu bekommen. Morgen geht's zurück nach Malaysia, erst nach Melakka und abends auf den Flughafen.















Gardens by the Bay 
Flowerdome 

Mittwoch, 5. August 2015

Singapur - Staat der Superlative...

Diese Nacht habe ich irgendwie schlecht geschlafen und viel zu kurz, obwohl ich doch so ein tolles Bett habe. Zeitig wach bedeutet aber auch zeitig los Singapur anzugucken. Mein erster Weg führte mich nach Little India. Ein eigener Bezirk nur für Inder. Und es ist tatsächlich so, dass man hier kaum andere Menschen sieht. Überall stehen diese hübsch in den Himmel ragenden Tempel, es duftet nach Gewürzen und Bollywood Musik duddelt.










Sultan Moschee 
























Den Sinn verstehe man auf Asphalt. 
Und wenn die Inder ihren eigenen Stadtteil bekommen haben, dann auch die Araber. Das Highlight der Straßen wie Bagdad Street und Muscat Street, welche kleine gemütliche Gässchen sind, ist die große prunkvolle Sultan Moschee.

















Street Art 

















Raffles Hotel - pro Nacht 550€










Dann war ich im Stadtteil Bugis. Dort gibt es viele Läden und Einkaufszentren. So doll mit Shoppen ist es hier nicht, denn alles kostet genauso viel wie bei uns. Naja, aber gucken kann man ja mal. Und so laufe ich an einem Schaufenster vorbei und wollte da mal rein gehen. Nichts ahnend rannte ich gegen die verschlossene Glastür. Morgen hab ich ein blaues Auge. War das peinlich. Jetzt verstehe ich, warum die Bushaltestellen immer mit Vögel beklebt sind.

Bugis Junction - überdachte Einkaufsstraßen 
























Dann bin ich in einem modernen Stadtteil Singapurs gelandet. Hier sind selbst die Stockwerke der Hochhäuser mit Bäumen bepflanzt und wieder finden sich nur Anzugträger und dicke Autos. Unterwegs habe im Feuerwehrhauptquartier ein kleines Museum gefunden mit alter Technik von Singapur. Sehr interessant.













Kein Ahnung, was das ist - irgendwas aus dem Körper. 
Hauptfeuerwache Singapur 

Schön ist, dass es hier auch immer mal große und kleine Parks gibt um sich zurück zu ziehen. Ein bisschen vermisst man hier die Ruhe zu Hause am Wald. Nachmittag war Pause nötig. Die Füße brennen. Man nimmt ja auch keine öffentlichen Verkehrsmittel sondern läuft, läuft und läuft.





Extra entkeimend - Waschmittel für Obst und Gemüse 
Seegurke 


















Warum sind 100 jährige Eier nur bis Oktober haltbar? 
Nach einer kurzen Regeneration bin ich erstmal in Hawker Center. Das Speisenangebot und das Marketing dafür, war mir in Chinatown einfach zu touristisch und kommerziell ausgelegt. Singapur sollte man mindestens auch bei Nacht gesehen haben. Deshalb machte ich mich anschließend auf den Weg ans Wasser entlang des Singapore Rivers. Unterwegs traf ich auf eine Zumba "Gruppe", die aus ca. 150 Menschen bestand, die dort irgendwo auf dem Pier alle zusammen rumzappelten.




Park Royal 
Kulturen kunterbunt - daneben stand noch eine Moschee 


















Buddha Tooth Relic Temple 



Ich denke generell kann man hier sehr gut leben. Wie ich schon meinte ist das zu Malaysia ein Unterschied wie Tag und Nacht. Und das tolle ist, hier leben so viele Kulturen in Einklang miteinander. Warum funktioniert das woanders nicht?







Teurer Spaß - einmal Kaugummi kauen 330€
Fullerton Hotel nur 250€ pro Nacht 

Singapore River 
























An der Marina Bay angekommen, war der Anblick des Bay Sands und der umliegenden Wolkenkratzer schon bei Tageslicht grandios. Doch als der Abend herein brach und alles in 1000 Lichtern erstrahlte war das überwältigend. Man konnte stundenlang sitzen und gucken. Der Höhepunkt war 20:00 Uhr, als auf das alte Fullerton Hotel die Geschichte Singapurs in bewegten Bildern projiziert wurde und das Bay Sands mit seiner Lasershow begann. Singapur feiert dieses Jahr seinen 50. Geburtstag, deshalb sind überall Feste und besondere Events.









Massen - Zumba 






















Marina Bay Sands 

Ich bin dann gemütlich auf der Dachterrasse vorm Bay Sands lang gelaufen. Ist das toll dort oben. Riesige Lüftersysteme sind dort angebracht, um dieses riesige Gebäude zu aklimatieren. Lustig ist auch, das die Leute oben in ihren Zimmer denken man sieht sie nicht. Man kann schön in die Zimmer gucken und sieht alles. Die Dachterrasse ist nämlich kaum beleuchtet.





















Im Übrigen ist Singapur voll überwacht. Überall hängen Kameras und Polizisten ziehen durch die Straßen. Hier passiert dir mit Sicherheit
nichts.













Dienstag, 4. August 2015

Manchmal lohnt es sich zu warten...


Heute musste ich schon 6:15 Uhr aufstehen,  denn um 8:00 Uhr ging die erste Fähre aufs Festland. Man sollte doch lieber 1h vorher da sein, sonst kann es passieren, dass sie weg ist. Niemand war wach. Ich legte den Schlüssel in die Rezeption und verschwand im Dunklen und begab mich zu meinem Fußmarsch. Am Fähranleger hat alles bestens geklappt. Erstaunlich, wenn so viele Berichte im Internet kursierten, dass es richtig mies sein soll.

komische Tiere, diese Schlammspringer
Mole in Mersing 


















Mein kleines Paradies - Trinkflaschen 


Auf der Fähre war es so kalt, da hab ich selbst mit Fleecejacke gefroren. Eine Fähre konnte man es auch wirklich nicht nennen. Eher ein kleiner Fischfrachter bis oben hin gefüllt mit Menschen. Der Seegang war extrem. Versuch da mal auf Toilette zu gehen und das noch im Stehen.






Einer arbeitet, 10 Katzen gucken zu. 

Hier wird Roti Canai gemacht, eine Art herzhafter Pfannkuchen. 
Zumindest bin ich zufrieden auf dem Festland angekommen. Die 1h Verspätung kam mir recht so waren es nur noch 3,5 h bis mein Bus nach Singapur fuhr. Dir nächste Fähre wäre mir zu riskant gewesen. Ich habe mich gleich mal bei zwei Leuten eingeklingt, dass sie die Fahrt mit dem Taxi nicht alleine bezahlen musste.

Einreisepapiere - man beachte das Rotgedruckte








Am Busbahnhof war, bloß gut, ein großer 3 geschossiger Laden mit jedem asiatischen Kram gefüllt, der bei uns ein Vermögen kostet. Kaufen konnte ich nichts. Kein Platz im Rucksack und kaum noch Malaysische Ringgit im Portemonnaie.








Das linke Haus ist mein Hotel 







Wie zu erwarten war, hatte der Bus Verspätung über eine halbe Stunde. So habe ich mittlerweile 4h auf dem Busbahnhof verbracht. Aber nun gings endlich los. Die Busfahrt war okay und ich konnte endlich schlafen. An der Grenze wurde es dann spannend. Raus aus dem Bus Malaysia passieren, rein in den Bus über den Fluss fahren, raus aus dem Bus nach Singapur einreisen. Und ich rede hier nicht von kleinen Grenzübergängen nach Polen. Riesige Gebäude, zig mal wurde das Gepäck durchleuchtet. Hier darf man ja auch nichts einführen.

Hotellobby 
Rezeption 

In Singapur angekommen zeigt sich gleich ein ganz anderes Bild. Es gilt Helmpflicht und alles ist schön sauber und gepflegt. Selbst die Leitplanken sind bepflanzt. Keine Kopftücher mehr auf den Köpfen der Frauen und alle im Anzug. Als Backpacker fällt man hier ziemlich auf.






Nein, die Rolltreppe ist nicht draußen sondern im Hotel. 
Dieser Maserati war nicht der einzige Luxuswagen da. 
Geldautomaten gibt es hier wie Sand am Meer. So war es kein Problem meine ersten Singapur Dollar in Empfang zu nehmen. Irgendwie musste ich ja den Bus bezahlen. Dieser brachte mich in wenigen Minuten mitten nach Chinatown. Wow! Da bleibt einem erstmal die Luft weg. Mitten in einem Gewirr aus Essenständen und chinesischen Krimskrams fand ich das Hotel in einem schicken historischen Gebäude und mein zu Hause für die nächsten 3 Tage.
Hinduistischer Tempel




Sachen ins Zimmer schmeißen, nochmal staunen über das Interior des Hotels und los -  in die Straßen Chinatowns. Ich bin zig Male die 4 Straßenzüge abgelaufen und konnte bei dem einen oder anderen nicht vorbei gehen. 

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