Freitag, 11. August 2017

Von Südstaaten-Flair und gespenstischer Stille...

Nachdem wir wie immer bereits 6 Uhr aufgestanden sind (keineswegs mit Absicht), machten wir uns 100 km auf den Weg Richtung Süden und durchfuhren bald die Grenze zu North Carolina. Die Landschaft war geprägt von Hügeln, Wäldern, Kühen und unzähligen Ranches. Ein wahrlich idyllisches Bild. 



Das erste Ziel war der Moses H. Cone Memorial Park. Obwohl die Landschaft erneut in Nebel gehüllt war, war der Park mit seinen kleinen Seen ein fantastisches Ausflugsziel. Dazu gehört das riesige Anwesen eines Textilunternehmers von 1901. Die weiße Villa im Kolonialstil ließ im Nebel erahnen wie ehemals Plantagen mit ihren Herrenhäusern in den Südstaaten bewohnt wurden. 



Der weitere Weg führte wieder auf dem Blue Ridge Parkway Richtung Süden. Immer zu gelangte man an Aussichtspunkte, die wahrscheinlich eine grandiose Sicht auf die grüne Landschaft boten. Aber wir sahen nichts, gar nichts. Die "Berge des Nebels" wurden ihrem Ruf erneut gerecht. Aber dieses Mal schlug es auch auf unsere Stimmung nieder. 
Bass Lake 

Was tun die da? 
Nach 3 Tagen Nebel und Einsamkeit ist man wahrlich froh wieder in einer belebten Stadt anzukommen. Und diese war heute Asheville, nicht weit von der Grenze zu Tennessee entfernt. 







Cone Mansion 
Wie immer wohnen wir in einem Motel ziemlich außerhalb. Um einkaufen zu gehen oder etwas zu essen muss man meist fahren. Und als wir abends spazieren gehen wollten, merkten wir, dass es hier nicht mal einen Bordstein gab. Nein und man kann nicht am Straßenrand entlang gehen. Straßen wie wir sie kennen gibt es nicht. Eine normale Ortsdurchfahrt hat 4 Spuren - zwei in jede Richtung. Als wir dann mal die Benzinpreise berechnet haben, ist dies alles auch kein Wunder: 0.47€/Liter! Deswegen muss hier auch jeder Pickup größer wie der andere sein. 



Wenn wir gerade beim Thema Verkehr sind. In den ca. 20.000km, die ich bis jetzt in den USA per Auto unterwegs war, habe ich nicht einmal einen Blitzer oder eine Radarkontrolle erlebt. Aber man hält sich komischerweise an die Geschwindigkeitsbegrenzungen. Gruselig ist es nur, wenn diese riesigen LKWs mit ihrer langen Motorhauben bei 120 km immer noch an dir vorbei ziehen. 

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